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06.12.19 - Sie befinden sich hier: Chronik / "Feindbilder" / 

Was nützen Planspiele wenn die "bestimmende Kraft des Faktischen" über sie hinweg fegt.

Die politischen Veränderungen nur weniger Jahre führten dazu, dass auch eine Fernspähkompanie 300 als überflüssig angesehen wurde. Aus ehemaligen "Feinden" wurden wieder Kameraden, die erneut in einer gemeinsamen - jetzt in einer Demokratie verankerten - Armee dienen.

Lassen wir an dieser Stelle in einer "historischen Rückschau" die "Nationale Volksarmee" den Auftrag der "Fernspähtruppe der Bundeswehr" beschreiben...

 


"Zeichen der Zeit...:"
Erlebnisgeschenke von Jochen Schweizer


(...)
Die Armeekorps der BRD-Landstreitkräfte verfügen über je eine Fernspähkompanie. Sie sind mit dem Ziel gebildet worden, in erster Linie die Aufklärung in der Tiefe der gegnerischen Verteidigung zu führen. Sie sind aber auch zum Führen von Sabotage- und Diversionshandlungen ausgebildet. Die Angehörigen dieser Einheiten wurden wie die Angehörigen der „Special Forces" speziell ausgesucht, es sind Berufssoldaten.

Wesentliche Ausbildungsgebiete sind:

  • der „Feinderkennungsdienst"
  • die Einzelkämpferausbildung mit den Schwerpunkten

- Überlebenstraining
- Durchschlagen
- Überwinden schwieriger Geländeabschnitte
- Nahkampf, die Taktik- und Schießausbildung die Fallschirmsprungausbildung.


Die Ausbildung verläuft zum größten Teil nachts und unter schlechten Witterungsbedingungen, um größtmögliche Gefechtsnähe zu erreichen.

Aus dem Bestand der Fernaufklärungskompanien der Armeekorps der USA-Landstreitkräfte können 24 Trupps für den Einsatz im Hinterland des Gegners gebildet werden. Je 4 Soldaten gehören zu einem Trupp. Die Fernspähkompanien der Armeekorps der BRD-Landstreitkräfte sind einheitlich gegliedert und verfügen über eine Kompanieführungsgruppe zwei Fernspähzüge mit jeweils 10 Fernspähtrupps, einen Fernmeldezug und Versorgungs- einheiten.

Die Fernspähtrupps sind der eigentliche aktive Teil der Aufklärung. Ein Trupp besteht aus 4 Soldaten. Ihre Bewaffnung und Ausrüstung ist für einen längeren Einsatz (wenigstens 3 bis 5 Tage) geeignet.

Fernaufklärungs- und Fernspähtrupps werden meist dezentralisiert in den Hauptrichtungen des Angriffs eingesetzt und beginnen mit dem Eindringen in das rückwärtige Gebiet eines Gegners. (...) Es kann eingedrungen werden: mit Gleitfallschirmen, Fallschirmsprung, Kfz (möglichst Beute-Kfz), zu Fuß, gemeinsam mit PAKI- und Luftlandekräften nach dem Absetzen aus Hubschraubern nach dem Anlanden von Schiffen.

Im Interesse des Erfüllens dieser Aufgaben können derartige Einsätze schon in Friedenszeiten in einer Spannungsperiode unter Verletzen der Staatsgrenze beginnen. (Das Verwenden gegnerischer Uniformen ist dafür nicht auszuschließen!) Ist ein längerer Aufenthalt im Hinterland des Gegners geplant, beziehen die Trupps Basen. Diese werden ausgebaut und dienen als Versteck für nichtbenötigte Ausrüstungsgegenstände, Munition und Verpflegung sowie zur Ruhe nach dem Erfüllen von Teilaufgaben. Von den Einsatzräumen sind diese Basen meist nicht weiter als 15 km entfernt. Von da aus beginnen die Fernaufklärungs- und Fernspähtrupps ihre Aufklärungs- und Diversionshandlungen.
(...)

 




Beobachten, Melden! Spezial- und Fernauf- klärungs (Fernspäh- einheiten der USA- und BRD-Landstreitkräfte

Quelle:

"Ausbilder" - 8/1989
Publikation der
"Nationalen Volksarmee"
der ehemaligen " "DDR" "
Fotos:
"Ausbilder" 8/89
"Volksarmee" 16/89)

 

C-130 „Hercules" - Transportmittel der Einsatzgruppen der "Special Forces"
Fernspähtrupp der BRD-Bundeswehr wird von einem Hubschrauber UH-1 im „gegnerischen Hinterland" abgesetzt
Soldaten der „Special Forces" auf dem Marsch in das Einsatzgebiet
Die Überwindung von Schluchten gehört zur Ausbildung der Fernspäher der Bundeswehr- Landstreitkräfte