Startseite
Berichte
Termine
Schinderhannes Reloaded
Freifaller
Chronik
1961 - 1965
1966 - 1978
1979 - 1988
1989 - 1996
"Feindbilder"
Pressespiegel
Fotoalbum
Im Gedenken






06.12.19 - Sie befinden sich hier: Chronik / Pressespiegel / 

Die Fernspähkompanie 300 im Spiegel der Presse

 

 

 

DER SPIEGEL, Ausgabe 48 / 1969

 

 

Bundeswehr: Fernspäher - Rückkehr ungewiss


Ein Mann schleicht durch nächtlichen Wald, das Gesicht rußverschmiert, Pistole mit Schalldämpfer am Koppel, Rucksack auf dem Buckel, Tarnjacke - Fernspäher der Bundeswehr. Drei Kameraden schleichen ihm nach. Ihre Order: "Aufklärung in jeder Lage, bei Tag und Nacht... in der Tiefe des feindlichen Raumes" (Heeres- Dienstvorschrift, HDv 100/1 .,Truppenführung"). Sie sind die Lückenbüßer der deutschen Streitkräfte: Noch immer haben die Führungsstäbler kein besseres Mittel, um die Aufklärungslücke zu schließen.

 

Fernspäher der Bundeswehr „Laus in Iwans Hemd

"Mit unserer Aufklärung - ausgenommen der von Oswalt Kolle - tut sich wenig" resigniert ein junger Hauptmann der Panzeraufklärer. Er erinnert sich zahlreicher Planspiele: „Da liegen stets fabelhafte und verblüffend genaue Feindlagebilder vor. In den Manövern aber zeigt sich, daß es den Truppenführern selten gelingt, die schnell wechselnden Situationen beim Feind auch nur schemenhaft zu erkennen.

 

"Am besten informiert ist noch die Artillerie: Ihre vorgeschobenen Beobachter, Schallmeß-, Lichtmeß-, Radarund Funkpeiltrupps blicken und horchen etwa 20 Kilometer weit in das Feindgebiet hinein. Nicht ganz so weit können Spähtrupps der Panzeraufklärer und der Infanterie vordringen. Der Raum jenseits dieser 20-Kilometer-Zone bleibt für die Führungsstäbe meist im dunkeln, nur gelegentlich schwach erhellt durch Aussagen von Gefangenen und Überläufern oder von Ergebnissen elektronischer Peilstellen."

 

Die Luftwaffe vermag den Heeres-Kameraden wenig zu helfen. Die Spähversion des „Star- fighter" (RF-104 G) taugt nicht für Gefechtsfeldaufklärung. Erst Anfang 1971 bekommt die Steinhoff-Truppe mit den ersten Maschinen des Typs RF-4E „Phantom" ein geeignetes Erkundungsflugzeug für das frontnahe Gebiet. Derzeit erproben die Heeresflieger bei schönem Wetter ihren unbemannten, ferngelenkten Aufklärungsflugkörper „Drohne".

 

Hubschrauber - im schnellen Tiefstflug weitgehend ungefährdet - taugen nicht zur Aufklärung über feindlichen Truppenansammlungen, weil sie dazu in gefährliche Höhen aufsteigen müßten. Für die meisten Feindnachrichten-Offiziere, die „G 2" der Bundeswehrverbände, bleibt deshalb die Frage nach dem, was sich beim Feind tut, zu oft unbeantwortet. Sind aber im Ernstfall die Brigade-, Divisions- und Korps-Generale erblindet, tappen ihre Soldaten ins Ungewisse, vielleicht in die Vernichtung.

 

 

Einzig wirksame Sehhilfe leistet derzeit eine kleine Zahl geschulter Männer. Drei Fernspähkompanien - eine für jedes Korps - sollen helfen, die Aufklärungslücke zu schließen. Hart trainiert und technisch ausge- rüstet wie Geheimagenten, operieren sie im Rücken des Feindes bis zu einer Tiefe von 150 Kilometern. Sie sickern durch die Front. Oder sie springen nachts aus hochfliegenden Maschinen, lassen sich bis wenige hundert Meter über dem Boden frei fallen und öffnen erst im letzten Augenblick ihre Fallschirme, die sie nach der Landung vergraben.

 

Sie marschieren nur bei Nacht, bis sie einen geeigneten Beobachtungspunkt finden. Dort verbergen sich die Elite-Aufklärer in Baumkronen oder unter künstlichen Baumstümpfen und „spielen Laus in Iwans" (Fernspäher-Jargon).

Über weitreichende Kleinfunkgeräte setzen die Späher im Schnellgebeverfahren ihre Mel- dungen ab. Diese „programmierten Funksprüche" kann der Feind nicht entschlüsseln, den Standort des Senders nicht anpeilen. Unter glücklichen Umständen und bei leidlich brauch- barer Funkverständigung kann sich eine Fernpatrouille bis zu zwei Wochen im Feindgebiet aufhalten. So lange jedenfalls reicht die „am Mann" mitgeführte hochkonzentrierte Verpflegung. Ernährung „aus dem Lande" nach Einzelkämpferart - Abkochen auf Lager- feuern, Jagen nach Wild, Einsammeln von Feldfrüchten - beansprucht zuviel Zeit und erhöht die Gefahr, entdeckt zu werden.

 

 

Größtes Problem: die Suche nach Trinkwasser. Dazu nämlich muß mindestens ein Soldat vorübergehend den Schlupfwinkel des Trupps verlassen.Wird der Wasser- holer dabei von gegnerischen Soldaten entdeckt und gestellt, muß er lautlos mit ihnen fertig werden. Des- halb erhalten die kostbarsten Aufklärer der Bundes- wehr eine gründliche Nahkampfschulung - ausschließ- lich zur Selbstverteidigung. „Sehen, nicht kämpfen" lautet der Auftrag.Den Unterschied zwischen Einzel- kämpfer (SPIEGEL 44/1969) und Fernspäher erklärt Fernpatrouillen-Oberfeldwebel Hopf so: „Wenn irgendwo ein feindlicher Soldat ahnungslos eine Stulle verzehrt, melden wir, ob und wie dick Butter und Wurst draufgeschmiert sind. Ein Einzelkämpfer würde den Feind niederschlagen und die Stulle selber essen."

 

Dienst in einer „Aufklärungseinheit mit besonderer Konzeption" (so das Merkblatt „Die Fernspähkompanie - Das Auge des Heeres") sollen ausschließlich Freiwillige mit mindestens vierjähriger Verpflichtungszeit machen. Jeder Spähtruppler soll zudem mindestens Unteroffizier sein. Das Merkblatt nennt eine Reihe schöner Tugenden, die den Fernspäher zieren sollen: "Zuverlässigkeit, Mut, Verschwiegenheit, Kameradschaft, Beschei- denheit, Selbstvertrauen, Ideenreichtum, Phantasiebegabung, Improvisationstalent." Dagegen: „Radaubrüder, Angeber, Schläger- und Säufer-Typen, Rabauken und ähnliche 'Helden' sind in einer Fernspähkompanie genausowenig gefragt wie Leisetreter, Radfahrer und Streberleichen."

 

Allein, die bundeswehrtypische Personalmisere macht aus den schönen Worten des Merk- blatts fromme Wünsche. Nicht mehr als fünf Freiwillige melden sich vierteljährlich je Kompanie. Regelmäßig fallen zwei bis drei davon aus, weil sie nicht die notwendige Härte für den Spähdienst mitbringen. Folglich müssen die Fernaufklärer ihre Reihen mit Wehrpflich- tigen füllen, die oft - mehr nach Zahl, denn nach Eignung - aus gänzlich „artfremden" Rekrutenpflanzstätten abgestellt werden. Alle drei Monate rücken in jede Kompanie etwa 35 Wehrpflichtige ein von denen fünf bis zehn als ungeeignet ausgesondert werden müssen. So ist es nicht verwunderlich, daß die Fernspäher in zahlreichen Bundeswehr-Manövern nur selten die in sie gesetzten Erwartungen erfüllten.

 

Anders war es bei der Übung „Großer Rösselsprung" im Herbst dieses Jahres, in der die junge Truppe ersten Lorbeer sammelte: Der G 2-Offizier des manövrierenden III. Korps erhielt rund 75 Prozent aller Feindmeldungen von seiner Fernspähkompanie 300.

 

Artilleriebeobachter steuerten etwa 20 Prozent und die durch zwei "Mohawk"-Aufklärer der US Army verstärkte Luftwaffe ganze fünf Prozent n Feindnachrichten bei. Die auf die goldgelbe Waffenfarbe der ehemaligen Kavallerie so stolzen Panzeraufklärer blieben unter einem Prozent. Gleichwohl ändert dieser Erfolg nichts daran, daß die Fernspäher allein die „Aufklärungslücke" der Landstreitkräfte nicht schließen können: Sie sind zu wenige, zudem können Soldaten zu Fuß nicht alle schnell wechselnden Truppenbewegungen hinter der feindlichen Front überwachen.

 

Zum Handicap geringer Beweglichkeit kommt das Problem der Heimkehr nach erfülltem Auftrag. Rückmarsch-Möglichkeiten:

  • Aufnehmen durch eigens entsandtePanzerfahrzeuge;
  • Abholen durch Hubschrauber;
  • „Angeln" durch „Sky Hook"-Methode: Ein Flugzeug nimmt im Fluge mit einer Art Lasso die Fernspäher vom Boden auf;
  • Durchschlagen zu Fuß, quer durch die Kampfzone des Feindes und die Fronten.


Im atomaren Krieg jedoch wird das Fernspähen zum Himmelfahrtskommando. Hat nämlich die Fern-Patrouille eine Atomwaffen-Stellung des Gegners ausgemacht, löst ihr Funkspruch den Nato-Atomschlag darauf aus - zwangsläufig in die Nähe der Späher. Nach dem Absetzen dieser Meldung wird sich der Trupp deshalb zunächst langsam und vorsichtig vom Beobach- tungspunkt fortschleichen  - dann aber um sein Leben laufen.

Gelingt es den Aufklärern nicht, innerhalb der nächsten 60 Minuten wenigstens fünf Kilo- meter zwischen sich und das Ziel des Atomschlages zu bringen, bleiben sie im Vernichtungs- kreis der nuklearen Detonation. Feuerball und Druckwelle vernichten dann Feinde und Fernspäher.

 

 

 

 

Dill-Zeitung vom 22. Dezember 1966

 

 

"Soldaten beschenkten Waisenkinder"

 

Pünktlich zur festgesetzten Zeit erschien gestern Nachmittag der Fernspähzug unter Führung von Leutnant R o o s und Oberfeldwebel v o n R e n n e n k a m p f f im Vereinshaus, um die Kinder abzuholen. Zuvor dankte ihnen Hausvater T u r k für ihre Bereitschaft, den Kindern Freude zu spenden.

 

Die Soldaten nahmen im Vereinshaus ihre kleinen Gäste in Empfang (Fotos: th)

Neben den beiden Vorgesetzten hatten sich 17 Mann eingefunden, die alle in der letzten Woche Blut gespendet hatten. Jeder von ihnen hatte hierfür 30 DM erhalten, die er restlos für die Waisenkinder zur Verfügung stellte. Zuerst waren die Kleineren noch etwas ängstlich, doch bald war der beste Kontakt hergestellt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit nahmen sie die "Onkel" an die Hand. Die großen und kleinen Wünsche wurden auf einem „Einkaufsbummel" erfüllt.

Ein kleiner Tierfreund,zur Zeit selbst erkrankt, hatte sich einen Goldhamster gewünscht. Nun, das posierliche Tierchen,(sehnlicher Wunsch des Kleinen) wurde dem „Patenonkel" geschenkt, der nur den Käfig zu bezahlen brauchte. Wohl wurden ein Auto, ein  Schiff, ein Flugzeug, auch kleine Rennwagen gewünscht und auch geschenkt, doch die Wünsche nach Spielzeug waren durchaus nicht vorherrschend, das zeigten der Wunsch nach einer Handtasche, einem Schulranzen, einer Armbanduhr, einer Hose, nach Blockflöten und mancherlei nützlichen Dingen.

Zum Abschluß wurden den jungen Gästen noch eine Tasse Schokolade und ein Stück Torte in einem Café spendiert. An den frohen Gesichtern merkte man nicht nur die Freude über die erhaltenen Geschenke, sondern auch über das frohe Erlebnis, und da es heißt, daß Geben seliger ist als Nehmen, war die Freude durchaus auf beiden Seiten wahrzunehmen. Schon gestern konnte man wiederholt hören, daß es doch eine schöne Sache wäre, die Kleinen einmal im Sommer zu einer frohen Kaffeerunde einzuladen.

 

 

 

 

Dill-Zeitung vom 23. September 1966

 

 

"Sprung aus den Wolken" über Ballersbach

 

B a l l e r s b a c h (hou) - Deutsch-amerikanisches Fallschirmspringen unserer Herbornseelbacher Garnison. Schon lange verbindet die Fernspähkompanie 300 aus Herbornseelbach mit einer amerikanischen Kompanie, die die gleichen Auf- gaben hat, eine enge Freundschaft. So ist es auch keine Seltenheit, daß unsere heimischen Soldaten mit ihnen üben und dabei auch mit den Amerikanern Fallschirmsprünge ausführen. Vor einigen Tagen lud Major Böneker die Ameri- kaner nach Ballersbach ein.

 

Zusammen mit den deutschen Soldaten konnten in zwei Tagen fast 500 Sprünge absolviert werden. Schon einmal hatten die Soldaten der Femspähkompanie ihren Mut und ihr Können unter Beweis gestellt, als sie kurz nach dem Einzug in die Kasernen von Herbornseelbach auf einem geeigneten Gelände in Ballersbach ihre ersten Sprünge in der neuen Heimat vor- führten. Damals wurden die Soldaten bestaunt und bewundert, heute haben sich die Bewohner von Herbornseelbach und Umgebung längst an die fliegenden Soldaten gewöhnt.

 

Ein Fallschirmspringer wenige Sekunden nach dem Verlassen des Hubschraubers. Hier in 450 Meter Höhe über Ballersbach. (Fotos: Hourticolon)

Grund für die letzten Fallschirm- absprünge war für die Amerikaner der Sprungdienst zum Erwerb des deutschen Springerabzeichens. Die deutschen Soldaten dagegen sprangen für das amerikanische Abzeichen. Aus zwei Hubschraubern, die die Fallschirmspringer in eine Höhe von 450 Metern brachten, sprangen die Soldaten ab. Bei den Amerikanern hatte Oberleutnant

W ü r t e m b e r g die Leitung. Während auf deutscher Seite Major Böneker die Leitung innehatte. Major Böneker, Kompaniechef der Fern- spähkompanie 300, sprang selbst dreimal und vollendete damit seinen 454. Fallschirmabsprung. Auf je 150 Absprünge brachten es bis setzt Feldwebel A n i o l und Stabsunteroffizier R u n g e. Hier bei ist noch zu erwähnen, daß die Soldaten mit Gepäck abspringen. Im Ernstfall müssen sie mit den notdürftigsten Sachen einige Tage auskommen: Das Gewicht eines Gepäckstückes beträgt immerhin 30-45 Kilogramm.


Wie uns Major Böneker mitteilte, müssen die Soldaten seiner Kompanie vier Sprünge im Jahr ausführen. Meist werden es aber zwischen 20 und 25 Absprünge. An den beiden Tagen sind die Soldaten im Durchschnitt drei- bis fünfmal abgesprungen. Wieder ein Höhepunkt in dem Programm waren die Freifaller, die sich aus 1000 Meter Höhe frei durchfallen lassen und erst etwa 150 Meter über dem Boden ihren Fallschirm öffnen. Für einen Außenstehen-
den sieht dies schlimmer aus als es in Wirklichkeit ist. Trotzdem gehört schon eine Portion Mut dazu, aus einem Flugzeug abzuspringen, gleich in welcher Höhe.

 

 

 



"Der Stern" - Ausgabe 16 / 1966

 

 

 

 

Winnetou mit Tarnkappe

 

Eine neue Elite-Einheit der Bundeswehr bekämpft den Feind aus dem hohlen Baum.

 

Was immer im Dienstzimmer der Kompanie geschrieben wurde, bekam den Stempel „Geheim". Wer dazugehörte, war verpflichtet zu lügen - denn offiziell existierte die Truppe nicht. Drei Jahre lang war sie die geheimste deutsche Elite-Einheit: Die erste Fernspäh- Kompanie der Bundeswehr. Unlängst wurde sie vom STERN erspäht - das Verteidigungs- ministerium fügte sich darein und gab das Geheimnis zur Veröffentlichung frei.


Dem General für unerlaubtes Schwatzen einen Stein in den Tonister gepackt: enttarnte Fernspäher
Dem feindlichen Soldaten auf die Stulle geschaut: getarnte Fernspäher unter künstlichen Baumstümpfen

Aufgabe der Fernspäher im Ernstfall: Sie werden truppweise per Fallschirm bis zu 150 Kilometer weit im feindlichen Hinterland an Punkten abgesetzt, wo Luftaufklärung und Funküberwachung Truppenmassierungen des Gegners auf engem Raum vermuten lassen.Dort sollen die Fernspäher weder schießen noch Brücken sprengen. Sie sollen lediglich sehen, aber nicht gesehen werden und so über Funk lohnende Ziele für die schwere Artillerie - Raketen vom Typ "Honest John" und “Sergeant" - melden.

 

Tage oder gar wochenlang im Feindes- land zu leben - diese Aufgabe verlangt schlechthin Supermänner. Fernspäher müssen sich mindestens für drei Jahre verpflichten. Sie werden als Funker, Gebirgsjäger, Fallschirmspringer und in Erster Hilfe ausgebildet. Sie müssen alle Waffen, Fahrzeuge, Uniformen und Rangabzeichen des Feindes kennen, slawische Sprachen, Jiu-Jitsu und die Tricks der Wilderer lernen.

 

 

 

In der Fernspäher-Kompanie dienen kaum gewöhnliche Soldaten. Die Truppe ist mit Chargen so reich gespickt, daß Stabsunteroffiziere zu den untersten Dienstgraden zählen. Fallschirmsprünge, Klettern, Scharfschießen, Schwimmen und 40-Kilometer-Märsche bei Nacht gehören zur Routine. Aber knackt bei einem Marsch im finsteren Wald auch nur ein einziges Holz unter dem Schützenstiefel, bekommt der Ruhestörer vom Spähtruppführer für den Rest der Strecke zusätzlich einen schweren Stein in den Tonister gepackt.

 

Einen solchen Stein mußte auch Generalmajor Karl Herzog, Vize-Kommandeur des 11, Korps, schleppen, als er einen 56-Kilometer-Spähmarsch mitmachte, mit seinem S1-Offizier einige Scherzworte wechselte und so das befohlene Schweigen brach. 

 

 

Fernspäher-Wappen

Fluoreszierende Rücklichter an den Helmen sollen ver- hindern, daß die Nachtschwärmer den Kontakt verlieren oder gegen den Vordermann laufen.
Jeder Fernspäher trägt das bisher beste und geheimste Funkgerät der Bundeswehr. Für die Überquerung von Wasserläufen packen sie ihre Geräte in wasserdichte Umhänge. Die Truppe - mit Adler, Lanze und Fallschirm im Wappen - rastet spurenlos. Über rauchfreiem Feuer wird abgekocht, Alkohol ist verboten. Kein Käserest und keine Kippe bleiben zurück. Als Tarnkappe dient alles, was die Natur bietet. So etwa verstehen es die Fernspäher, in weniger als einer Stunde aus Rinden und Moos künstlich - aber täuschend echte - hohle Baumstümpfe nachzubauen, die sie über ihre Beobachtungslöcher stülpen. Oder sie hängen - wie weiland Winnetou - unsichtbar in den Bäumen.

 

“Natürlich können wir uns wie die berühmten Rangers der US-Army durchs Land schlagen und von Schnecken und Wurzeln leben", sagte ein Obergefreiter. “Aber wenn ich irgendwo getarnt liege und ein feindlicher Soldat verzehrt ahnungslos neben mir seine Stulle, dann melde ich nach hinten, als Hinweis auf die Verpflegungslage, wie dick die Stulle ist, ob Butter drauf ist und welche Sorte Wurst. Ein Ranger würde den feindlichen Soldaten kampfunfähig machen, ihm die Stulle wegnehmen und sie aufessen.“

 

 






Aktueller Buchtipp:


KSK.
Das Kommando Spezialkräfte
der Bundeswehr


von Reinhard Scholzen

 

Mehr Infos...

...aus dem Inhalt

Weitere Infos bei Amazon...