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12.12.19 - Sie befinden sich hier: Im Gedenken / Jg. Recke & Jg. Stein / 

Rüdiger Recke & Jürgen Stein († 1966)

 

 

Jäger Recke und Jäger Stein befanden sich zur Spezialgrundausbildung in der Kompanie.

Auf dem Weg vom Dienst nach Hause sind beide im Juni 1966 tödlich verunglückt.

 

 

Ein Zeitdokument (Westfalenpost  vom 20. Juni 1966)...

 


 

Diese Frage drängt sich auf:
Eine „Todesfalle" am Ende der neugebauten Strecke?

  

Völlig zertrümmert. Der Unglückswagen nach nach der Katastrophe bei Hüppcherhammer. In ihm saßen vier Soldaten. Drei sind gestorben. (Foto: Rickert)

Olpe. Dies war kein Unfall mehr im herkömmlichen Sinn: Es war eine Katastrophe. Sie forderte zunächst vier Menschenleben. Es starben auf der Bundesstraße 54/55 am Ende der Neubaustrecke in Richtung Eichen - Drolshagen

 

  • Der Bundeswehrgefreite (20) Dietmar Baltruschat aus Gelsenkirchen,
  • der Bundeswehrgefreite (18) Rüdiger Recke aus Herne,
  • der Bundeswehrgefreite (19) Jürgen Stein aus Halver und
  • die Ehefrau Hildegard Neumann (37) aus Marl.

 


Sie waren die Todesopfer bei einem Zusammenstoß - wir berichteten bereits am Samstag darüber - zweier Personenkraftwagen.
Der mit vier Soldaten besetzte Fiat-PKW geriet ins Schleudern und stieß auf der linken Fahrbahnseite mit einem in Recklinghausen zugelassenen Opel zusammen. In ihm befanden sich fünf Personen. Alle Insassen wurden verletzt. Im Polizeibericht von gestern heißt es nach wie vor: „Drei schweben in Lebensgefahr".

Die Öffentlichkeit fragt nach den Ursachen für diesen Unfall. Liegt die Schuld nur bei dem leichtsinnigen Druck auf das Gaspedal? Was muß geschehen, damit diesem Stück des Obergangs von Ausbaustrecke und alter Straßenführung in einer Kurve mit nicht allzu günstigem Radius und begrenzter Sicht seine Gefährlichkeit genommen wird? Denn schon jetzt steht fest, daß sich hier ein höchst unfallträchtiger Gefahrenpunkt herausgebildet hat.

 


Ihn zu beseitigen sollte auch die Kostenhöhe nicht als unüberwindliche Hürde respektiert werden. Unfälle kosten unter Umständen viel mehr Geld als die Beseitigung der Gefahrenpunkte. Allein diese Katastrophe schlägt mit dicken sechsstelligen Ziffern zu Buche, wenn man an die Versicherungssummen, an die möglichen Verfahren und an die Tatsache denkt, daß der Tod das Ende aller Schaffensleistung und aller Beitragszahlung bedeutet. Geld, das in die Beseitigungg solcher Gefahrenpunkte investiert wird, ist also auch unter materiellen Gesichtspunkten gut angelegt.

 

Dabei sei hier einmal die selbstverständliche Tatsache, daß Leid, Blut und Tränen mit Geld ohnehin nur unzureichend kompensiert werden können, nur am Rande erwähnt. Es ist leider zu wahr, daß menschliches Versagen auch auf ideal angelegten und gesicherten Straßen Katastrophen bewirken kann. Aber nur unter diesem Gesichtspunkt kann die Unfall-Serie der letzten Wochen in diesem Abschnitt wohl nicht gesehen werden.    AW

 

 


Ehrenwache am Sarg eines der Kameraden